Mindestlohn für Kühe!

Seit der Abschaffung der Milchquote im April 2015 sind die Preise für Rohmilch deutlich gefallen. Die Milchpreise sind in Bayern von 32 Cent pro Kilogramm (Januar 2015) auf rund 25 Cent pro Kilogramm (Mai 2016) gesunken. Die Existenz vieler Viehwirte, besonders die derer mit kleineren Höfen, ist seit dem gefährdet. Es fehlt schlichtweg das Geld um Länger die kosten der Tiere zu decken. Die Folgen sind weder für die Tiere noch die Menschen positiv. Die Bauern sind gezwungen immer mehr Milch zu produzieren um ihren Betrieb wirtschaftlich rentabel zu halten, dies sorgt für einen weiteren Preisverfall auf dem Markt. Das wurde einst von der Milchquote verhindert, da sie die Menge der Milch auf dem Markt begrenzte. Die Folgen, ihrer Abschaffung, ist ein Beispiel dafür dass ein unregulierter Kapitalismus schädlich ist.
Eine ausgewachsen Kuh gibt circa 30 Liter Milch am Tag. So bleiben nur wenige Euro am Tag um das Tier zu versorgen, geschweige denn in dessen artgerechte Haltung zu investieren. Damit dies wieder möglich wäre bräuchte man wieder einen Milchpreis von über 40 Cent pro Kilogramm. Doch anstatt regulierend in den Markt einzugreifen, zum Beispiel durch eine Wiedereinführung der Milchquote oder eine Art Mindestlohn für Kühe, werden die Bauern mit Subventionen und Steuererleichterungen vertröstet. Unsere Land- und Viehwirte sollten nicht auf Förderungen angewiesen sein, sondern ihre Betriebe durch die selbst erwirtschafteten Erträge finanzieren können.

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